Oban - Gateway to the Isles   (4,0 based on 12 ratings)    viewed: 148x
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1 An Sleaghach 515m - 17km
2 Oban Bay
3 North Pier
4 The Oban Inn - gute Live-Musik
5 Oban Distillery
6 McCaig's Tower

Details

Location: Oban      by: Hans-Jörg Bäuerle
Area: United Kingdom      Date: 30.05.2018
Oban, eine Hafenstadt mit knapp 8.800 Einwohnern, liegt im Westen Schottlands und wird auch als das Tor zu den westlichen Inseln bezeichnet.

Ein umtriebiger Fährhafen mit lokalen Fischrestaurants, ein paar nette Pubs mit traditioneller Live-Musik, die auch ich am Abend genossen habe, die bekannte Oban Distillery und nicht zu vergessen das gar nicht zur Region passende römische Kolosseum im Stil der Antike mitten in den Highlands. Wie es zu diesem Bauwerk, dem McCaig’s Tower kam und von dessen Standort ich bereits im Jahr 2012 eines meiner Panorama-Frühwerke eingestellt habe - nachfolgend:

John Stuart McCaig liebte römische Architektur und hatte es als Banker zu einem gewissen Reichtum gebracht. Ganze Teile Obans gehörten ihm damals. Zwar kam er vom Land, doch die kleine Stadt an der schottischen Westküste wurde zu seiner neuen Heimat.

Als McCaig Mitte des 19. Jahrhunderts in Oban ankam, stand hier noch nicht viel. Erst 1794 hatten die Gebrüder Stevenson an der Bucht eine Distillery gebaut, das zog Arbeiter an, und rund um das Gebäude und den Hafen bildeten sich kleine Häuserzeilen und Straßen. Ein erstes zartes Erwachen des verschlafenen Nests führte der Besuch des Dichters Sir Walter Scott herbei, denn ihm folgten bald darauf Touristen.

Die nächste große und wegweisende Veränderung im Jahr 1880 - Oban bekam eine eigene Zugverbindung nach Glasgow. Die kleine Stadt, der Hafen, die Distillery – alles wuchs, wurde größer und McCaig wollte als Geldgeber und Architekt Oban eine steinerne Krone aufsetzen. Ein Kolosseum nach römischem Vorbild. Im Inneren sollte es eine Kunstgalerie beherbergen und sich und seiner Familie ein Denkmal setzen, in Form eines Turmes in der Mitte – Ehre, wem Ehre gebührt.

So heuerte er ab 1897 in den Wintermonaten Steinmetze an, die sonst in dieser Jahreszeit keine Arbeit gehabt hätten. Auf dem Hügel oberhalb der Stadt schufen sie einen Granit-Ring mit zwei Reihen von insgesamt 94 Bogen-Fenstern. Umfang des Bauwerks: 200 Meter.

Als die beiden Ringe geschlossen waren, verließ den mittlerweile 78jährigen Mann jedoch das Glück. Er wusste um sein schwaches Herz, er litt schon eine Weile an Angina Pectoris. Daher verfügte er noch vor seinem Tod darüber, dass weitere Gelder für das Innenleben des Kolosseum bereitstehen würden. Er hatte also vorgesorgt, als er am 29. Juni 1902 seinem Schöpfer gegenüber trat. Doch er hatte nicht mit seinen Erben gerechnet. Sie hatten für den Traum des Alten nichts übrig und stoppten sofort die Arbeiten.

„McCaigs Folly“ – McCaigs Torheit nennen heute viele Bürger der Stadt das Bauwerk. Und doch hat McCaig am Ende sein Ziel erreicht. Das kleine Kolosseum gilt heute als Wahrzeichen Obans und ist neben der Distillery sicher die wichtigste Attraktion mit herrlichem Blick über den Hafen und die vorgelagerten Inneren Hebrideninseln ... (Quelle: myhighlands.de und diverse Reiseführer).


Nikon D500, AF-S Nikkor VR 16-85mm - 6 QF-Aufnahmen, freihand
Aufnahmezeit 19:44 Uhr Ortszeit (= 20:44 Uhr MESZ)
Blende: f/11
Belichtung: 1/250
ISO: 100
Brennweite: 16mm (24mm KB)
LR 6, PTGui, IrfanView

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Comments

Hier bin ich 2016 auch herumgelaufen. Abgesehen davon, dass es regnete (das darf in Schottland in normalen Jahren als Ausrede nicht gelten...) war ich auch nicht ganz so kreativ bei der Standortwahl meiner Bilder, weder am Hafen, noch oben am "tower". Die Perspektive hier darf schon als besonders gelungen gelten. In der Distillery erzählten sie mir, daß man sich für die Führung zwei Tage vorher hätte anmelden sollen (Hochsaison, und weiss ich zwei Tage vorher, wann ich was mache?), trotzdem hat mir das Städtchen ausnehmend gut gefallen. Schön, jetzt so ein feines Panorama davon zu sehen.
VG Martin
2018/06/14 20:49, Martin Kraus
Die Standortwahl ist äußerst überzeugend. Ich glaube kaum, dass ich hier ein Pano angefertigt hätte, wenn ich dort vorbeigekommen wäre. Licht, Wolkenbild, die Häuser aus der Gründerzeit und das Wasser ergeben ein zauberhaftes Ensemble.
LG Jörg
2018/06/16 21:03, Jörg Nitz
Habs genossen. Bild und Text. Natürlich mit einem Glas 14-jährigem.

Herzliche Grüße,
Dieter
2018/06/18 11:48, Dieter Leimkötter

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Hans-Jörg Bäuerle

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