Eigentlich war für diesen Nachmittag für ein paar Stunden blauer Himmel angesagt. Daher plante ich eine Tour auf den Keipen und den Grytetippen – vorausgesetzt, dass ich bei dem Schnee dort überhaupt heraufkomme. Los ging es am nördlichen Ufer des Mefjordbotnvatan. Dieser Weg ist auch auf Norgeskart eingezeichnet. Es gibt noch einen zweiten Weg, der ein paar Kilometer weiter westlich vor dem Tunnel in Richtung Fjordgård startet.
Der untere Teil des Weges führt durch den für Norwegen typischen Moorschlamm. Mit wasserdichten Stiefeln und Gammaschen war das aber gar kein Problem. Im Gegenteil, ich habe den Weg sehr genossen, weil er direkt links von einem Schmelzwasserbach hinaufführt, dessen Wasser über die breiten Steinplatten ins Tal rauscht.
Ab etwa 300 Meter begannen die ersten Altschneefelder, die sich dann bis zu den Gipfeln hochzogen. Nach oben ging es dann auch nicht über den üblichen Weg, sondern über den schneefreien „Südgrat“ direkt auf den Grytetippen. Insgesamt mit ca. 3 km ein relativ kurzer Aufstieg. Oben gibt es zwei Gipfelmarkierungen. Dieses Bild ist rund um die große gemacht.
Wie hier zu sehen kann von blauem Himmel keine Rede sein. Vom Nordmeer her zogen tiefe Wolken rein und kurze Zeit später steckten auch die Gipfel von Grytetippen und Keipen in den Wolken. In der Hoffnung, dass sich die Wolken wieder verziehen, ging ich noch in Richtung Keipen. Den letzten Aufstieg habe ich mir dann aber gespart, weil die Wolken immer tiefer zogen.
Der Abstieg ging dann schnell und gelenkschonend. Die oberen zwei Drittel konnte man im Firn runter rutschen. Das untere Drittel ging wieder durch den federnden Moor-Schlamm.
19 x QF, 20mm, ISO 100
Michael Bodenstedt, Peter Brandt, Jörg Braukmann, Klaus Brückner, Hans-Jörg Bäuerle, Günter Diez, Johannes Ha, Martin Kraus, Giuseppe Marzulli, Matthias Matthey, Niels Müller-Warmuth, Jörg Nitz, Danko Rihter, Björn Sothmann, Konrad Sus, Arjan Veldhuis, Jens Vischer, Benjamin Vogel
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LG Jörg
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