Old Village of Hollókö   (4,0 based on 11 ratings)    viewed: 354x
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Location: Hollókö (312 m)      by: Hans-Jörg Bäuerle
Area: Hungary      Date: 24.08.2018
The Old Village of Hollókö is a Palócz settlement located in the County of Nógrád in Northern Hungary, about 100 km north-east of Budapest. The Old Village, which has been deliberately preserved, is a living example of rural life before the agricultural revolution of the 20th century. The rural architectural ensemble, which covers 145 ha, consists of 55 residential buildings, farm buildings and the church. Together, the traditional Palócz use of architectural forms and materials form a harmonious unit with the surrounding landscape and natural environment, characterized by strip-field farming, orchards, vineyards, meadows and woods.

The old village is a protected monument of cultural heritage.

Eines der berühmtesten Vermächtnisse ungarischer Geschichte ist im ungarischen Komitat Nógrad zu finden. Im kleinen Dorf Hollókö, welches nur knapp 400 Einwohner hat, leben die Menschen ohne besondere Technologie oder Medien. Sie haben sich entschlossen das Erbe ihrer Vorfahren weiterzuführen, indem sie die Gebräuche und Lebensweisen der vergangenen Jahrhunderte praktizieren und leben. Diese Lebensweise wird bis heute so authentisch gelebt, dass die Altstadt von Hollókö zum ungarischen Unesco Weltkulturerbe ernannt wurde. Die Ernennung resultierte aus insgesamt zwei Faktoren. Einerseits ist die Architektur der Gebäude seit Jahrhunderten praktisch unverändert, andererseits lassen die Einwohner die Traditionen weiterleben, welche im restlichen Ungarn schon seit etlichen Jahrzehnten ausgestorben sind.

Um die Bedeutung der Altstadt von Hollókö zu verstehen, ist es wichtig etwas über die Geschichte des Dorfes zu erfahren. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde nach dem verheerenden Mongolensturm auf Ungarn das gesamte Land mit ungarischen Burgen aufgerüstet. Dabei wurde auch die Burg Hollókö errichtet, die zum Schutz der Region dienen sollte. Mit dem Bau der Burg siedelten sich auch Landwirte und Handwerker rund um die Burg an und die Ortschaft Hollókö war geboren. Während der Besatzung der Osmanen bis zum 17. Jahrhundert konnte sich Hollókö nur schwer entwickeln, so wie es auch in vielen anderen ungarischen Städten der Fall war.

Das letzte Drittel des 17. Jahrhunderts brachte aber die Wende und das befreite Hollókö konnte sich nun entfalten. Zu dieser Zeit entstand auch die berühmte Altstadt von Hollókö, die heute zum Unesco Weltkulturerbe gehört. Heute trotz zahlreicher Touristen ein ungarisches Kleinod, an dem ich mich zwei Tage aufgehalten habe.

Dieses Panorama entstand am ersten Abend um 16:23 Uhr bei nicht einfacher Gegenlichtstimmung. Dieser sehr eindrückliche Ort gehört für mich zwingend zu meiner seit nun fast 4 Jahren fortgeführten Ungarnserie, zeigt es doch das idyllische Ortsbild von seiner für mich schönsten Seite, unabhängig davon, ob hier Kurzpanoramen beliebt sind oder nicht! Ein Einzelfoto mit anderer Lichtstimmung vom nächsten Tag habe ich auf 500px eingestellt, hier der Link:

https://500px.com/photo/276299387/old-village-of-holl%C3%B3k%C5%91-by-hans-j%C3%B6rg-b%C3%A4uerle

Text übenommen aus:
https://whc.unesco.org/en/list/401 und
www.urlaub-ungarn.at


Nikon D500, AF-S Nikkor VR 16-85mm - 9 HF-Aufnahmen, freihand
Blende: f/9
Belichtung: 1/400
ISO: 100
Brennweite: 16mm (KB 24mm)
LR 6, PTGui Pro, IrfanView

Rating

Average rating:  (4,000 based on 11 ratings, Score: 3,833)
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Comments

Klasse "Miniatur"; auch Dein Begleittext ist sehr interessant!
VG, Danko.
2018/10/01 18:53, Danko Rihter
I would feel happy living in this seemingly very quiet, nice, clean village if of course these conditions are valid behind the scene and internet is available.
2018/10/01 20:53, Mentor Depret
Tolles WW-Foto mit schönem Mittelpunkt und tolle Geschichte!
2018/10/03 12:58, Winfried Borlinghaus
Von Gegenlicht ist hier nur etwas in den Wolken zu sehen, ansonsten hast du die die Gegenlichtproblematiken sauber verschwinden lassen. Gefällt mir jedenfalls sehr gut, besser als das verlinkte Einzelbild.
2018/10/07 06:26, Steffen Minack
Vorab - mir ist es wirklich hier inzwischen "wurschtegal", ob dieses Panorama nur 1, oder 8 bis 12 Bewertungen erhält ... wenn ich aber sehe, welche Panoramen hier teilweise mit 4 Sternen bedacht werden und auch teilweise Lobeshymnen darüber ausgesprochen werden, dann verursacht dies nur Kopfschütteln ...

Der Blickwinkel dieses Werkes beträgt immerhin ca. 170° und es ist einer dieser traditionsträchtigen Orte Ungarns der in diesem Land zum Kulturgut gehört. Das Panorama war nicht einfach zu stitchen, die Gegenlichtstimmung nicht unproblematisch - zudem ist es ein Klassiker, der hier erstmals gezeigt wird ... daher für mich Unverständnis, oder es mit dem "angepassten" treffenden Kommentar von Mentor zu Björn's #24329 zu beschreiben:

"I have experienced so often that members of this community here simply refuse to rate a pano - even when its perfectly photographed and constructed - once they recognise it's a "short bread"!!"

Ich danke Euch vier Kommentatoren für die Anerkennung und ebenso den stillen Bewertern ... weitere Bewertungen von den hier regelmäßig Aktiven will ich keine mehr, denn ein Erhaschen von Sternen aufgrund meines Kommentars ist nicht mein "Ding", zudem wurde es auf 500px außerordentlich stark honoriert, aber da waren auch viele Ungarn dabei, die ihr Land und diese Örtlichkeit lieben !!

Szép estét an alle.
2018/10/08 18:43, Hans-Jörg Bäuerle
Dear Hans-Jörg. Not always a motif is rewarded here for being interesting out in the real world. Perhaps the few buildings here doesn't connect with all. LG Jan.
2018/10/08 23:40, Jan Lindgaard Rasmussen
Am Scheideweg? 
Wenn man aus dieser Richtung auf das Dorf kommen würde, dann könnte ich mir vorstellen, das man an einem Scheideweg wärel . Das wird aber wohl nicht so gewesen sein und diese sehr nobel gebaute Straße wird hier in einer Haarnadelkurve die Richtung wechseln, so daß man, je nachdem von wo man gekommen ist, entweder weiter hoch steigen muß oder man muß weiter hinuntergehen zu den kleineren Häusern, wenn, ja wenn sich einem nicht jemand in den Weg stellt und einen in die Kirche leitet. Der Himmel mit den so unterschiedlichen Wolken würde ab gut zum Bild vom Scheideweg passen.
Ein sehr interessantes Bild hast Du hier erstellt, Hans-Jörg.
2018/10/10 22:58, Heinz Höra
Ja, die kurzen Streifen haben es schwer, auch wenn sie gut gemacht sind. Mit dem ausführlichen Text aber auf jeden Fall hochinteressant. Die Häuser sehen aber so aus, als ob hier ein traditionelles Leben eher aushaltbar ist als in einem Blackhouse im Sturm. VG Martin
2018/10/11 19:17, Martin Kraus
Lieber Hans-Jörg, wenn es nicht erlaubt ist, unabhängig von der Qualität auch nach persönlichem Geschmack (Motiv, Bildgestaltung, Farben, Brennweite usw.) zu bewerten, können wir den Laden hier auch dichtmachen! Warum erhalten Panos aus Norwegen, Island, Schottland, Patagonien usw. überdurchschnittlich hohe Bewertungen? Weil es grandiose Landschaften sind und viele ansprechen. Dagegen fristen HUNDERTE "stinknormale" Mittelgebirgspanos oder Landschaftsportraits ein kümmerliches Dasein, die technisch genau so gut sind. (Ich rede hier nicht von meinen!)
Bei manchen Aufnahmen von mir weiß ich schon vorher, daß es nur wenige Bewertungen geben wird, weil Motiv oder auch Qualität niemand vom Hocker reißt. NA UND?! Ich stelle sie trotzdem ein und werde kein einziges davon löschen, weil sie MIR wichtig sind!

Bezüglich "Kopfschütteln" und "Lobeshymnen": Ohne groß nachzudenken fallen mir auch einige von Dir bewertete zweifelhafte Aufnahmen ein, z.B. mit überbelichtetem Himmel, miserablem Horizontverlauf oder groben Stitchfehlern.
Viele Grüße und schönes Wochenende, Fried.
2018/10/12 21:03, Friedemann Dittrich

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Hans-Jörg Bäuerle

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